Was ist bei einem Beamer zu beachten - Erklärung
Digitale Beamer weisen große Unterschiede in Sachen Ausstattung und Funktionsumfang auf.
Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.
Eine Frage der Optik und Helligkeit
Die Einsatzmöglichkeiten jedes Projektors werden grundsätzlich durch die verwendete Optik und die Helligkeit der Bilddarstellung bestimmt. Bei der Optik ist entscheidend, in welchem minimalen und maximalen Abstand sich das Bild noch scharf fokussieren lässt. Viele Datenprojektoren bieten ein Zoom-Objektiv an, mit dem die Brennweite - die Vergrößerung des Bilds - variiert werden kann. Je größer die Differenz von minimalem und maximalem Projektionsverhältnis - der Quotient aus Projektionsgröße und Abstand -, desto universeller ist der Projektor einsetzbar.
Ermöglicht die Schärfeeinstellung noch Projektionsabstände jenseits von fünf Metern, so ist dann meist aufgrund der mit einer solchen Distanz verbundenen Bildgröße die Helligkeit der limitierende Faktor. Alle Hersteller geben die maximale Helligkeit in ANSI-Lumen an, das ist die durchschnittliche Lichtleistung, gemessenen auf einer weißen Projektionsfläche von einem Quadratmeter. Mit zunehmender Größe des Bildbereichs verringert sich jedoch die flächenbezogene Lichtleistung deutlich. Ist dies im abgedunkelten Raum mit rund 10 ANSI-Lumen pro Quadratmeter (LUX) noch problemlos, so geht bei normalem Raumlicht mit etwa 100 Lux der Bildkontrast schnell in die Knie und die Farben blassen aus.
Bedacht werden sollte bei den Helligkeitsangaben außerdem, dass die Leuchtstärke der in allen Beamern verwendeten Metalldampflampen mit zunehmender Betriebsdauer abnimmt. Erlauben sich die Hersteller bereits bei den Anfangsspezifikationen zehn Prozent Toleranz, so sind bei manchen Lampen bis zu 50 Prozent Leistungsverlust innerhalb der durchschnittlichen Lebensdauer möglich.
Unsere Lampen werden spätestens 1000 Stunden ausgetauscht. Dadurch haben wir immer die versprochene Lichtleistung. Außerdem erreichen wir bei unseren Beamer eine extrem hohe Betreibssicherheit
Keystone-Korrektur (Schrägprojektionsausgleich)
Da ein Daten- oder Videoprojektor in der Regel auf dem Tisch steht, beleuchtet er die Projektionsfläche von schräg unten. Als Resultat ist das projizierte Bild trapezförmig verzogen, und zwar umso stärker, je größer der Winkel der Bildachse zur Horizontalen ist. Projektion vom Tisch zu einer erhöhten Leinwand bewirkt, dass das Licht des Projektors nach oben einen weiteren Weg zurücklegt, dadurch breiter ist, als der untere Bildrand. Die Trapez- oder Keystone-Korrektur gleicht diese Verzerrung aus.
Abhilfe schafft ein Shift-Objektiv (bei stationären Beamern), das das ganze Objektiv nach oben bzw. nach unten schiebt, somit der Projektor gerade stehen bleibt. Eine solche optische Korrektur durch Kippen der Linsen oder Panels ist bei Geräten der unteren Preisklassen allerdings nicht zu finden. Diese bieten, wenn überhaupt, nur die digitale Variante: Dabei wird das Bild bereits vom Panel entgegengesetzt verzerrt gezeichnet, wodurch nicht mehr die volle Auflösung genutzt wird und störende Treppeneffekte an vertikalen Linien auftreten. Trapez-Korrektur-Winkel liegen sinnvollerweise etwa zwischen 10 Grad bis etwa 30 Grad. Höhere Werte würden das Bild unnötig verzerren. Der Fachausdruck hierfür heißt: Trapezkorrektur
Anschlüsse beim Beamer mieten
Während alle Beamer über die VGA-Schnittstelle Verbindung zum Notebook oder PC finden, werden die Besitzer von letzteren auch einen Monitor-Ausgang am Beamer zu schätzen wissen. So behalten sie gleichzeitig das Publikum und das durchgeschleifte Bildsignal auf dem eigenen Monitor im Blick.
Alle Geräte lassen sich auch in Kombination mit den üblichen Videoquellen wie Videorecorder oder DVD-Player über die S-VHS- oder Composite-Schnittstelle nutzen.
Die wichtigsten Funktionen bei Beamern
Die meisten Funktionen, die über das Onscreen-Menü, direkt über Tasten am Gehäuse oder die Fernbedienung bereitgestellt werden, gleichen denen aktueller Röhren- oder LC-Monitore: Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur. Da gerade zur Technik von LCD-Bildschirmen eine große Ähnlichkeit besteht, stehen auch Einstellmöglichkeiten für Frequenz und Phase zur Verfügung.
Damit lassen sich der Pixeltakt des Beamers exakt mit der Frequenz des Eingangssignals synchronisieren und ein verwaschenes Bild und störende vertikale Bildstreifen verhindern. Obwohl diese Optimierung normalerweise auch in der bei den meisten Geräten vorhandenen Auto-Setup-Funktion integriert ist, kann in speziellen Fällen das manuelle Fein-Tuning die Bildqualität noch weiter steigern.
Weitere zusätzliche Features können oft nützlich sein: Eine Ausschnittsvergrößerung mittels digitalem Zoom hilft Details der Darstellung besser sichtbar zu machen. Die Freeze-Funktion speichert das letzte Bild und ermöglicht damit, in der Präsentation weiterzublättern oder Änderungen vorzunehmen, ohne dass dies der Zuschauer verfolgen kann.
Ähnliches gilt für die Blank-Funktion. Damit wird die gesamte Bildausgabe auf ein schwarzes oder blaues Pausenbild geschaltet. Da die Lampe jedoch in Betrieb bleibt, kann die Bilddarstellung auf Knopfdruck sofort wieder aufgenommen werden. Originell ist dabei die Lösung von Epson, bei der alternativ das Firmenlogo des Anwenders dargestellt werden kann.
Beamer sind auch für Video geeignet
Keiner der heutigen Beamer ist als reiner Datenprojektor ausgelegt, alle haben neben den bereits erwähnten Videoschnittstellen auch zahlreiche zusätzliche Videofunktionen. Für den Besitzer eines DVD-Videoplayers ist die Möglichkeit zur entzerrten Darstellung anamorphotisch aufgezeichneter Filme im Weitbildformat 16:9 wichtig. Neben der deutschen Fernsehnorm PAL sollte ein Videoprojektor auch noch zusätzliche Formate wie NTSC oder PAL 60 unterstützen, die entsprechende DVD-Player beim Abspielen von amerikanischen Filmen ausgeben.
Keine großen Erwartungen sollte man an die eingebauten Lautsprecher der mobilen Geräte stellen. Obwohl die Geräte in der Regel zumindest über einen Mono-Lautsprecher verfügen, zeigt die Probe aufs Exempel deutlich, was die eingebauten Lautsprecher sind: ein Notbehelf für kleinere Präsentationen. Fürs Heimkino und größere Räume sind sie jedoch völlig ungeeignet. Hier sollten dann besser leistungsfähige, externe Lautsprechersysteme eingesetzt werden.








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